Woran man echte Schmiedearbeit erkennt
Eine Schnecke aus dem Feuer und eine Schnecke aus der Biegemaschine sehen auf einem Foto ähnlich aus. In der Hand nicht. Fünf Stellen, an denen Sie es sehen.
Das Ende
Eine geschmiedete Schnecke beginnt am Ende. Es wird zuerst ausgeschmiedet: verjüngt, breit geschlagen oder eingerollt. Erst dann wird der Rest heiß gebogen. Eine Maschine biegt kalt abgelängtes Material. Das Ende ist der Sägeschnitt, manchmal flach gepresst, aber genauso dick wie der Rest.

Der Querschnitt
Wo der Hammer gearbeitet hat, ändert sich der Querschnitt: dünner zum Ende hin, breiter am Blatt, dicker an der Kugel. Gewalztes Material bleibt über die ganze Länge gleich.
Die Oberfläche
Geschmiedeter Stahl trägt Hammerschläge und Zunder, unregelmäßig verteilt. Ein Hammerschlagmuster lässt sich auch maschinell einwalzen. Dann wiederholt es sich in gleichen Abständen.

Die Verbindung
Wir verbinden Teile mit Bunden: zugeschnitten, gebogen und heiß über die Verbindung getrieben. Beim Abkühlen zieht sich der Bund fest. Wo eine Schweißung die Montage erleichtert, verschwindet sie unter dem Bund. Bei Massenware sieht man die Schweißnaht oder den Schweißpunkt.

Stück für Stück
Von Hand geschmiedete Teile sind nie ganz gleich. Unsere weichen von Stück zu Stück leicht ab. Zwanzig völlig identische Teile kommen aus einer Maschine.
Der Preis
Eine Schnecke, die weniger als einen Euro kostet, ist nicht von Hand geschmiedet. Allein die Zeit am Feuer kostet mehr.
Ist maschinell gebogen schlechter?
Nicht unbedingt. Gebogene Elemente sind gleichmäßig und billig, und für viele Zäune reicht das. Geschmiedete Teile braucht, wer ein altes Geländer ergänzt, geschmiedete Arbeit verkauft oder den Unterschied einfach sehen will.

Wer bei uns schmiedet
Bruno Kalčič steht seit 42 Jahren am Amboss und führt die Schmiede seit August 1989. Mit ihm schmieden Gregor, seit 28 Jahren dabei, und Benjamin, Brunos Sohn. Die Schmiede steht in Blejska Dobrava bei Bled in Slowenien.